Umkämpfte Derby-Niederlage – Schweres Doppelwochenende vor Weihnachtspause

SV Weiden – SV Würzburg 12:10

SV Würzburg – Bayer Uerdingen – Sa, 18.12.21, 16.30 Uhr

DSV-Pokal: Düsseldorf – SV Würzburg – So, 19.12.21, 17.00 Uhr

 

Die Bundesliga-Wasserballer vom SV Würzburg 05 haben ihr zweites Auswärtsspiel der Saison knapp verloren: Mit 10:12 unterlagen sie in einem hart umkämpften Derby dem SV Weiden.

 

Während der ersten drei Viertel lagen beide Mannschaften über lange Zeit gleichauf, die Führung wechselte zwischen beiden Seiten hin und her: „Es war ein sehr enges Spiel“, berichtet Trainer Raúl de la Peña, der nach einer Roten Karte im Hinspiel zuschauen musste: „Wir haben aber eine Leistungssteigerung gesehen, obwohl die Mannschaft extrem geschwächt war.“

 

Die Nullfünfer mussten nach dem Abschlusstraining am Freitag beziehungsweise am Spieltag selber auf mehrere Akteure verzichten, unter anderem fehlten Norbert Nemes, Daniel Ivlev und Marc Schauer. Weitere Spieler waren gesundheitlich angeschlagen. „Leider konnten wir nicht mit der vollen Mannschaft antreten, da einige Spieler erkrankt oder verletzt waren. Die Jungs, die gespielt haben, haben aber vollen Einsatz gezeigt. Das ist das positive aus dem Spiel.“

 

Bereits nach 50 Sekunden gelang den Gästen durch Marko Augusti die Führung. Bis zur Halbzeit waren es anschließend immer die Nullfünfer die vorlegen konnten, es gelang jedoch trotz mehrerer Chancen nicht, einen 2-Tore-Vorsprung herauszuspielen. „Wir hatten super Gelegenheiten, mussten aber trotz einer tiefen Zonenverteidigung viele Hinausstellungen hinnehmen, für mich zumindest teilweise fraglich“, so der Würzburger Trainer. Am Ende des Spiels mussten die Gäste 13 persönliche Fehler akzeptieren, Weiden nur 8.

 

Nach der Halbzeit (5:5) wandelte sich der Spielverlauf. Die Gastgeber konnten nun vorlegen und die Nullfünfer mussten meist einem Rückstand hinterher schwimmen. Kurz vor der letzten Viertelpause konnten sie mit dem 9:7 erstmals den Vorsprung ausweiten. Der SVW05 konnte zwar noch verkürzen, aber der Ausgleich gelang nicht mehr. Am Ende eines spannenden Derbys stand der 12:10 Sieg der Oberpfälzer.

 

„Wir hätten das Spiel auch gewinnen können, leider waren wir aber vorne beim Abschluss nicht konsequent genug. Der Gegner war in diesem Punkt besser“, erklärt der Würzburger Trainer: „Wenn wir zu unserer Stärke finden und unsere Leistung bringen, können wir mehr als mithalten. Das haben wir auch in dem schweren Auswärtsspiel in Weiden mit geschwächter Mannschaft gezeigt.“

 

Doppelwochenende in Liga und Pokal

 

Bereits am kommenden Wochenende sind die Nullfünfer erneut gefordert. Diesmal gleich doppelt in Liga und Pokal. Am Samstag empfangen die Mainfranken den Tabellenführer der Gruppe B Bayer Uerdingen zum letzten Bundesliga-Spiel vor der Weihnachtspause. Am Sonntag sind sie im DSV Pokal beim Düsseldorfer SC gefordert.

 

„Wir erwarten am Samstag ein sehr sehr schwieriges Spiel gegen Uerdingen. Sie dominieren bislang die Gruppe“ so Raúl de la Peña. Uerdingen steht mit einer Bilanz von bislang 5 Siegen und einem Unentschieden an der Spitze der Tabelle. Den Punktverlust mussten sie mit einer Corona-bedingt extrem geschwächten Mannschaft in Düsseldorf hinnehmen. Vor der Saison konnten die Krefelder mit der Verpflichtung von Ben Reibel einen echten Coup präsentieren. Reibel wechselte von Spandau zurück in seine Heimat. Der ehemalige Nationalspieler beendete seine professionelle Karriere, an deren Höhepunkt er mit Spandau in der Championsleague spielte und mit der Nationalmannschaft bei der WM 2019 in Gwangju den 8. Platz erreichte. Mit Nick Möller und Sven Rössing hat Bayer zwei weitere ehemalige Nationalspieler in ihren Reihen. „Wir gehen als klarer Außenseiter in die Partie. Uerdingen hat sehr starke Einzelspieler und einen breiten Kader. Wir werden unser bestes geben. Für uns steht an erster Stelle, dass wir unsere Leistung weiter verbessern und uns im Torabschluss für gelungene Aktionen besser belohnen“, blickt Raúl de la Peña voraus.

 

Am Sonntag steht den Nullfünfern eine weite Reise bevor. Im DSV-Pokal gastieren sie beim Düsseldorfer SC. Das Spiel wurde sehr kurzfristig terminiert. „Sonntagabend auswärts in Düsseldorf ist alles andere als ideal. Es gab jedoch keine Alternativmöglichkeiten, also müssen wir die Aufgabe annehmen. Düsseldorf spielt bislang eine starke Saison, insbesondere zuhause sind sie noch ungeschlagen“, sagt Raúl de la Peña. Der Würzburger Trainer kann seine Mannschaft bei der kurzfristig angesetzen Partie nicht betreuen, für ihn geht es in den lange geplanten Heimaturlaub nach Mexiko. Der ehemalige Trainer Matthias Försch wird ihn ersetzen. „Ich hoffe sehr, dass unsere kranken und angeschlagenen Spieler rechtzeitig fit werden und uns am Wochenende zur Verfügung stehen werden“, so der gebürtige Mexikaner de la Peña: „Das werden zwei sehr schwere Aufgaben!“

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