SVW 05 – Bayer Uerdingen 9:8 (2:1; 3:3; 3:3; 1:1)

 

Die Wasserballer des SV Würzburg 05 haben mit einem Heimsieg gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer der Gruppe B der Wasserball-Bundesliga Bayer Uerdingen die Chance gewahrt, mit der Bundesliga-Aufstiegsrunde den vorzeitigen Klassenerhalt zu erreichen.

 

„Wir haben weniger Fehler gemacht als zuletzt,“ unterstrich Cheftrainer Raúl de la Peña nach dem überraschenden 9:8 die Leistung seiner Mannschaft und ergänzte: „Es war wichtig, dass zentrale Spieler rechtzeitig fit geworden sind und der Mannschaft helfen konnten. Wir haben eine tolle Leistung gezeigt.“

 

Die Gäste reisten ungeschlagen nach Mainfranken und hatten in Ben Reibel einen ehemaligen deutschen Nationalspieler in ihren Reihen. Die Favoritenstellung war klar, alle Beobachter rechneten mit einem deutlichen Sieg der Gäste. Es sollte anders kommen. Das Spiel startete umkämpft und zunächst ereignisarm. Beide Abwehrreihen dominierten im ersten Spielviertel, erst nach fast sieben Spielminuten gelang den Gastgebern durch Luka Vuckovic die 1:0-Führung. Die Abwehr um Centerverteidiger Robert Seifert und Torhüter Benjamin Flammersberger stand stabil und ließ nicht viele gute Torchancen zu. Kurz vor der ersten Unterbrechung sorgten Marko Augusti und auf Seiten der Gäste Patrick Freisem für den 2:1-Zwischenstand. Es war der Beginn einer umkämpften und engen Partie.

 

Es war offensichtlich, dass sich die Würzburger im heimischen Bad viel vorgenommen hatten. Angepeitscht von den rund 100 Zuschauern und mit viel Leidenschaft konnten die Gastgeber im zweiten Viertel die Führung verteidigen und ausbauen. Der Favorit ließ sich jedoch nicht abschütteln und konnte je verkürzen. Zur Halbzeit stand es 5:4, das Spiel absolut offen.

 

Erst im dritten Viertel glich Bayer mit einem Stafwurf aus, ehe Gilbert Schimanski sogar für die erste Führung sorgte (5:6). In der Folge verpasste Uerdingen eine gute Torchance und die Nullfünfer kamen zurück. Der starke Christian Saggau erzielte mit einem sehenswerten Fernschuss aus spitzem Winkel zunächst den Ausgleich, ehe dem besten Würzburger Torschützen Luka Vuckovic gar der umjubelte Führungstreffer gelang. Uerdingen verlor in der Folge Istvan Keresztes durch eine Rote Karte, er meckerte gegenüber den Unparteiischen. Doch das Spiel blieb eng, Ben Reibel konnte wiederum ausgleichen.

 

Das Duell blieb umkämpft, der Würzburg Heimsieg sollte erst mit der letzten Spielaktion feststehen. Die Mainfranken führten 9:8, als die Gäste ihre letzte Auszeit nutzten. Gilbert Schimanski kam ein letztes Mal zum Abschluss, konnte aber Benjamin Flammersberger nicht überwinden. Die Überraschung war geglückt, die Nullfünfer feierten den Heimsieg, Uerdingen musste die erste Saisonniederlage hinnehmen.

 

„Benni war unglaublich gut“, lobte Raúl de la Peña seinen Torhüter: „Er hat starke Paraden gezeigt, wir haben aber insgesamt eine super Verteidigung gespielt. Da haben die Jungs sehr gut zusammen gespielt.“ Der Würzburger Trainer zeigte sich sichtlich erleichtert und genoss den Sieg mit seiner Mannschaft: „Sicher war ich nie, dass es klappt. Das Spiel war die ganze Zeit sehr eng. Das war eine tolle Leistung, es hat Spaß gemacht mit den Zuschauern im Rücken. Wir haben uns den Sieg verdient!“ Auch Kapitän Inaki Urkiaga zeigte sich zufrieden nach dem überraschenden Sieg: „Wir haben in der Abwehr endlich das gezeigt, was wir können, und dadurch dem Gegner wenige Chancen gegeben, Tore zu schießen.“

 

In der Wasserball-Bundesliga geht es für die Würzburger nun erst am 15. Januar gegen Düsseldorf weiter.

 

Pokalaus gegen Düsseldorf

 

Gegen jene Düsseldorfer mussten die Würzburg aber schon am Sonntagabend im DSV-Pokal antraten. Mit 6:13 schieden sie jedoch deutlich aus. Den Gästen war am Sonntagabend im Rheinland anzumerken, dass sie noch ein schwieriges und kräfteraubendes Spiel hatten, das keine 24 Stunden zuvor stattgefunden hatte. Zudem reisten sie mit einem reduzierten Aufgebot nach Düsseldorf. Vorentscheidend für den Verlauf der Partie war eine persönliche Strafe gegen Luka Vuckovic beim Stand von 1:1 im ersten Viertel. Die Nullfünfer mussten vier Minuten in Unterzahl agieren, nach dieser Phase lagen sie bereits mit 2:6 hinten und konnten den Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen.

 

Raúl de la Peña: „Das war ein erfolgreiches Wochenende für uns. Das sind zwei ganz wichtige Punkte, den Sieg gegen Uerdingen haben uns wenige zugetraut. Die Mannschaft aber hat daran geglaubt und gekämpft. Düsseldorf treffen wir im Januar wieder, mit einem anderen Aufgebot, dann geht es um Punkte.“

 

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