SV Würzburg 05 – SV Weiden 9:8 (2:3; 2:0; 3:1; 2:4)

 

Die Wasserballer des SV Würzburg 05 haben das Bayern-Derby in der Wasserball-Bundesliga gegen den SV Weiden mit 9:8 gewonnen. Aufgrund kurzfristig verschärfter Corona-Regeln fand das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Wolfgang-Adami-Bad statt.

 

„Die Bedingungen sind zwar für beide Mannschaften gleich, aber die Stimmung fehlt. Was besonders schade ist: Es spielen viele Kinder zwischen bei uns Wasserball, aber sie dürfen nicht kommen und zuschauen“, beklagt Trainer Raúl de la Peña: „Ich habe mich auf mein erstes Heimspiel vor Zuschauern gefreut, ich kenne die Stimmung hier im Bad von früher. Das Derby wäre ein stimmungsvolles Duell geworden. Letztendlich sind wir aber froh, dass wir in der aktuellen Lage überhaupt Wasserball spielen dürfen.“

 

Den Gäste aus der Oberpfalz gelang unterdessen der bessere Start ins Derby. Nach nicht einmal zwei Minuten führten sie 0:2. Die Nullfünfer brauchten lange, um ihren Rhythmus zu finden und gefährliche Torchancen zu kreieren, erst Mitte des zweiten Spielviertels gleichten sie erstmals zum 3:3 aus. Dann jedoch übernahmen die Hausherren die Kontrolle über das Spiel und waren in der Folge das überlegene Team. Sechs Tore in Folge führten bis kurz vor der letzten Viertelpause zu einer komfortablen 7:3 Führung.

 

„Ich bin zufrieden, weil wir gewonnen haben, aber nicht zufrieden mit der Art, wie wir gespielt haben“, sagte de la Peña: „Wir waren undiszipliniert und haben dadurch dem Gegner die Möglichkeit gegeben, noch mal ranzukommen.“ Der Würburger Trainer spricht damit neben dem Fehlstart insbesondere die letzten vier Spielminuten an. Der SVW05 führte 9:5, wurde aber zu passiv, verteidigte unzureichend und ließ das Spiel in den letzten Minuten noch einmal eng werden. „In dieser Phase haben wir nicht so gespielt, wie wir uns das vorgenomen haben. Wir sind gut, wenn wir als Mannschaft spielen. Das war hier leider nicht der Fall, nur deshalb wurde das Spiel am Ende unnöitg spannend. Am Ende steht aber der Sieg und darüber sind wir sehr glücklich!“

 

Die Nullfünfer mussten während des Spielverlaufs 17:6 Hinausstellungen hinnehmen, die mitunter kleinliche Linie der Unparteiischen und das eklatante Ungleichgewicht an persönlichen Strafen sorgte für Unverständnis bei den Verantwortlichen der Unterfranken, insbesondere vor dem Hintergrund einer von beiden Seiten fair geführten Partie. Zudem erhielt de la Peña kurz vor Schluss die Rote Karte, obwohl er lediglich mit seinem Spieler kommuniziert hat, nicht mit dem Schiedsrichter. Diese nicht nachvollziehbare Bestrafung hat zur Folge, dass er beim nächsten Spiel zuschauen muss.

 

Rückspiel am Samstag in Weiden

 

Schon am nächsten Samstag, 11. Dezember, treffen beide Mannschaften erneut aufeinander. Das nächste Derby findet erneut ohne Publikum in Weiden statt. Raúl de la Peña blickt voraus: „Ich hoffe, dass unsere angeschlagenen Spieler rechtzeitig fit werden. In Weiden wird es ein sehr schweres Spiel. Das Becken ist klein, eng und warm, Weiden hat einen echten Heimvorteil. Wir wollen trotzdem gewinnen, aber müssen dafür unsere Fehler abstellen und als Mannschaft agieren. Wir werden alles geben und wollen den zweiten Derby-Sieg.“

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