Die Wasserballer des SV Würzburg 05 haben im Rückrunden-Turnier der Gruppe C der Wasserball-Bundesliga zwei Spiele gewonnen und damit Platz zwei erreicht. Die Nullfünfer gewannen beim zweiten Vorrundenturnier im heimischen Wolfgang-Adami-Bad gegen die SGW Köln mit 8:6 und gegen den Düsseldorfer SC mit 11:5. Gegen Turnierfavorit Bayer Uerdingen setzte es zum Abschluss eine 8:12 Niederlage. Damit qualifizieren sich die Würzburger für die Relegation um den Einzug in die Top 8 der Bundesliga.

 

„Das Turnier war ein voller Erfolg! Wir haben unser Ziel, nämlich den zweiten Platz und damit den Einzug in die Relegation, erreicht. Heute bin ich unglaublich stolz auf die Jungs,“ freut sich Trainer Matthias Försch. Gleichzeitig zeigt er sich zufrieden mit der Organisation und dem Ablauf des Turniers: „Wir haben vor dem Wochenende deutlich gemacht, dass die Sicherheit aller in Pandemiezeiten oberste Priorität hat. Wir können konstatieren, dass das strenge Konzept super funktioniert hat. Großes Lob an das gesamte Team, von der Geschäftsstelle, über die Helfer, bis hin zum Testteam.“

 

SVW 05 erobert Platz 2

 

Sportlich begann das Wochenende am Samstag mit dem Duell gegen die SGW Köln. Im Hinrunden-Turnier unterlagen die Nullfünfer noch mit 8:12 und gingen entsprechend motiviert in das Spiel. Dennoch misslang der Start, das erste Viertel ging mit 3:1 an die Rheinländer, kurz vor der Halbzeit führte Köln 5:3. Während die SGW ihre Überzahlsituationen kaltschnäutzig nutze, fehlte es dem heimischen SVW an der Konsequenz im Torabschluss. In der Pausenansprache versuchte der Würzburger Trainer Matthias Försch seine Mannschaft aufzurütteln, was schließlich auch gelang. Plötzlich stand die Defensive gewohnt sicher und ließ wenige Chancen zu. Köln erzielte in der zweiten Halbzeit nur noch einen Treffer. Offensiv zogen die Gastgeber ihr Tempospiel auf und verwandelten ihre Torchancen. „Letzlich zählt nur der Sieg. Das war sicher keine Topleistung, aber dass wir solche Spiele gewinnen, ist eine Qualität und spricht für uns. Wir sind trotz dem holprigen Start ruhig geblieben und haben immer Selbstvertrauen ausgestrahlt“, analysiert Matthias Försch.

 

„Es war dann klar, ein Sieg gegen Düsseldorf reicht für Platz zwei, also wollten wir alle Kräfte mobilisieren“, beschreibt Iñaki Urkiaga die Zielsetzung. Er selbst ging entschlossen voran und mit vier Treffern der erfolgreichste Schütze seines Teams. „Iñaki hat einen genialen Torinstinkt und erzielt regelmäßg wichtige Tore“, so Matthias Försch, der auch Torhüter Benjamin Flammersberger ein Extralob ausspricht. In der Tat brachte dieser die Schützen der Gäste mit seinen Paraden zur Verzweiflung. Mitte des dritten Spielviertels mussten Centerverteidiger Robert Seifert und Gegenspieler Joost van Kaathoven beim Spielstand von 4:3 mit Roten Karten das Wasser verlassen. Die Nullfünfer verwandelten ihren Unmut über die umstrittene Entscheidung der Unparteiischen in zusätzliche Motivation und zogen binnen zwei Minuten auf 7:3 davon – die Vorentscheidung. Düsseldorf kam nicht mehr zurück, die Nullfünfer gewannen am Ende souverän und hochverdient mit 11:5. „Eine Topleistung! Wir wollten diesen Sieg unbedingt, sind als echtes Team aufgetreten und haben verdient gewonnen. Die Mannschaft war von Beginn an hellwach und hochkonzentriert. In der zweiten Halbzeit waren wir dann auch endlich effektiv in der Offensive und konnten unsere Überlegenheit in Tore ummünzen“, freut sich Trainer Matthias Försch.

 

Das abschließende Duell gegen Bayer Uerdingen war aufgrund der Vorergebnisse bedeutungslos, da sich die beiden Erstplatzierten der Gruppe für die Relegation qualifizieren. „Die Anspannung ist nach dem Sieg gegen Düsseldorf etwas abgefallen. Man hat gemerkt, dass die Luft etwas raus war und die allerletzten Prozente gefehlt haben“, meint Urkiaga. Im ersten Viertel schien seine Mannschaft noch in der Mittagsruhe zu sein und war beim 0:3 chancenlos: „Wir sind glücklich, dass wir uns nach dem schlechten Auftakt dann nochmal herangekämpft haben und das Spiel eng gestaltet haben.“ Nach der Halbzeit konnten die Nullfünfer mehrfach ausgleichen, verpassten es aber in Führung zu gehen. „Im vierten Viertel hat die letzte Power gefehlt, das Spiel zu drehen, dafür war Bayer dann auch zu souverän“, befand Urkiaga.

 

Das Würzburger Trainerduo zeigt sich zufriedem mit dem Turnierwochenende: „Wir haben tollen Wasserballsport mit spannenden und fairen Spielen gesehen. Das war nach so langer Zeit ein schönes Turnier im Adami-Bad.“ Für die Nullfünfer geht es planmäßig im Mai mit der Relegation aus Hin- und Rückspiel gegen den SSV Esslingen weiter. Die genauen Spieldaten stehen noch nicht fest.

 

SGW Köln – SV Würzburg 05 6:8 (3:1, 2:3, 1:2, 0:2). Tore: Volkwein 3, Seifert 2, Urkiaga 1, Filo 1, Ivlev 1.
SV Würzburg 05 – Düsseldorfer SC 11:5 (3:0, 1:2, 4:2, 3:1). Tore:
Urkiaga 4, Saggau 3, Filo 2, Försch A. 1, Hanft 1.
SV Würzburg 05 – Bayer Uerdingen 8:12 (0:3, 3:2, 4:3, 1:4). Tore:
Ivlev 2, Hanft 2, Urkiaga 1, Dopieralski 1, Böhme 1, Filo 1.

Die weiteren Ergebnisse: Düsseldorfer SC – Bayer Uerdingen 12:16, SGW Köln – Bayer Uerdingen 4:13, SGW Köln – Düsseldorfer SC 7:8.

 

Tabelle Gruppe C

Platz Verein S* U* N* Tore TD* Punkte
1 Bayer Uerdingen 6 0 0 88:57 +31 12:0
2 SV Würzburg 05 3 0 3 55:56 -1 6:6
3 Düsseldorfer SC 2 0 4 51:59 -8 4:8
4 SGW Köln 1 0 5 44:66 -22 2:10

 

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