SV Würzburg 05 – SSV Esslingen 5:19 (1:4, 1:5, 1:5, 2:5)

 

Das Wunder blieb aus. Der SV Würzburg 05 hat das erste Spiel der Best-off-Three Serie in der Relegationsrunde der Wasserball-Bundesliga gegen den SSV Esslingen im heimischen Wolfgang-Adami-Bad mit 5:19 deutlich verloren.

 

„Mit dem Ergebnis sind wir natürlich überhaupt nicht zufrieden“, befand Trainer Matthias Försch: „Wir sind mit der extrem intensiven Pressverteidigung der Esslinger nicht zurecht gekommen. Das waren wir so nicht gewohnt. Dadurch hatten wir Probleme im Spiel nach vorne, hatten zu viele leichtfertige Ballverluste und haben leichte Gegentore kassiert.“

 

Nachdem beide Mannschaften eine Überzahlchance ungenutzt ließen waren es die Nullfünfer, die in Überzahl den ersten Treffer erzielen sollten. Zugleich die einzige Führung. Dann übernahm jedoch der Favorit aus Esslingen die Kontrolle, erzielte noch im ersten Spielviertel vier Tore, zur Halbzeit stand es bereits 2:9 und das Spiel war vorentschieden. Deutschlands Top-Talent, der erst 19-jährige Nationalspieler Zoran Bozic traf insgesamt siebenmal und war zu keinem Zeitpunkt von der Defensive der Hausherren unter Kontrolle zu bringen. „Wir haben versucht dagegen zu halten, haben aber wenig Mittel gefunden. Wir haben heute einen Klassenunterschied gesehen“, so Iñaki Urkiaga. Der SSVE wollte sich offenbar für die zuletzt schwachen Auftritte in der Vorrunde, die sie nicht wie erhofft ins Halbfinale, sondern in die Relegation geführt hatten, rehabilitieren. „Esslingen hat während der vier Viertel kaum nachgelassen, sie haben ihre hohe Intensität bis zum Schluss durchgezogen.“

 

Das Würzburger Trainerteam gab sich vor dem Duell mit den Schwaben realistisch und sieht sich nun bestätigt: „Esslingen ist der wahrscheinlich mit Abstand stärkste Gegner in der Relegationsrunde. Sie spielen auf einem anderen Level. Wir dürfen nicht vergessen, woher wir kommen. Eigentlich sind wir noch ein Aufsteiger und hatten zuvor zwar eine gute, aber abgebrochene Saison gespielt.“ Nach zwei Jahren in der zweiten Bundesliga war der SVW05 erst 2019 wieder in die Bundesliga aufgestiegen. Die folgende Saison war im März 2020 abgebrochen worden – die Nullfünfer belegten in der Pro B zu diesem Zeitpunkt den fünften Platz. Die aktuelle Saison startete anstatt im November erst im April dieses Jahres und das mit einem verkürzten Spielplan.

 

Matthias Försch ordnet ein: „Die Relegation ist eine Zugabe für uns, der Fokus liegt auf den anschließenden Platzierungsspielen. Das Spiel hat uns klar gezeigt, wie groß der Abstand auf die Topteams ist und was zur absoluten Spitze in Deutschland fehlt. Wir werden in Spiel zwei versuchen ein besseres Spiel ins Wasser zu bringen und das Ergebnis knapper zu gestalten.“ Das zweite und möglicherweise vorentscheidende Spiel findet am kommenden Samstag, 15. Mai um 14 Uhr in Esslingen statt. Der Sieger der Serie spielt anschließend um die Plätze fünf bis acht, der Verlierer spielt weiter um die Plätze neun bis zwölf.

 

Tore für Würzburg: Timotej Filo 3, Daniel Ivlev, Michael Hanft

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