SV Würzburg 05 startet mit Punkten in die Wasserball-Bundesliga

Wasserball | SVW05

Mit einem Sieg und zwei Niederlagen sind die Würzburger Wasserballer am vergangenen Wochenende in die Wasserball-Bundesliga gestartet. Das Team des Trainerduos Matthias Försch und Iñaki Urkiaga traf beim Hinrundenturnier der Gruppe C auf Gastgeber Bayer Uerdingen, Düsseldorf und Köln.

„Wir nehmen mit, dass wir sportlich absolut konkurrenzfähig waren. Wir hätten mehr Punkte holen können, doch wissen wir, woran das gescheitert ist. Daran können und werden wir in den nächsten zwei Wochen arbeiten“, befand Matthias Försch. „Nach dem Hinrundenturnier ist die Gruppe völlig offen und wir haben im Rückrunden-Turnier alles in der eigenen Hand.“ Der zweite Platz in der Gruppe ist möglich.

Das Turnier fand unter einem strengen Hygienekonzept statt, die Nullfünfer befanden sich das gesamte Wochenende in einer Blase und hatten einen strikten Ablauf. Die Mannschaft machte sich am Samstagmorgen mit negativen PCR-Testergebnissen auf den Weg nach Nordrhein-Westfalen, der Zutritt in die Schwimmhalle erfolgte an beiden Wettkampftagen erst nach zusätzlichen negativen Schnelltestergebnissen. Iñaki Urkiaga zeigte sich zufrieden mit der Organisation: „Das Hygienekonzept hat sehr gut funktioniert, großes Lob auch an Gastgeber Bayer Uerdingen für die professionelle Umsetzung. Wir sind froh, dass wir unter diesen Rahmenbedingungen endlich wieder Bundesligaspiele durchführen konnten“.

Drei Bundesligaspiele innerhalb von 24 Stunden

Im ersten Spiel am Samstag konnten die Nullfünfer Düsseldorf mit 7:4 besiegen. „Das war eine starke Leistung der Mannschaft, insbesondere in der Verteidigung. Wir haben besser gespielt, als wir es nach der langen Pause erwarten konnten. Es war ein hochverdienter Sieg und ein super Autakt“, so Trainer Matthias Försch. In der Tat überragte die Defensive um den starken Torhüter Benjamin Flammersberger und Centerverteidiger Robert Seifert. Düsseldorf gelang kein einziges Tor aus dem Spiel heraus. Die vier Treffer erzielten die Westdeutschen ausschließlich in Überzahlsituationen oder per Strafwurf. In der Offensive merkte man der Mannschaft phasenweise die fehlende Spielpraxis und Abstimmung an – verständlich 399 Tage nach dem letzten Pflichtspiel. Am Ende führte eine konzentrierte, ausgeglichene Teamleistung zum Sieg über die Rheinländer.

Am Sonntagmorgen trafen die Würzburger auf Gastgeber Bayer Uerdingen, die mit Abstand beste Mannschaft der Gruppe“, wie es Försch formuliert. Uerdingen hat sich mit sieben, teilweise hochkarätigen Neuzugängen, wie Nick Möller und Gilbert Schimanski vom ASC Duisburg verstärkt. Am Ende war der SVW 05 mit 13:17 unterlegen, wobei der Hauptgrund im ersten Viertel lag. „Das haben wir anfangs komplett verschlafen und verdient mit 2:6 verloren. Da haben wir keinen Zugriff bekommen, standen defensiv schlecht“, erklärt Försch. „In der Viertelpause haben wir die Verteidigung umgestellt, konnten uns dadurch deutlich steigern und sind besser ins Spiel gekommen.“ Die ungewöhnliche Anwurfzeit um 10 Uhr am Morgen wollte er nicht als Ausrede gelten lassen. Die Nullfünfer gaben sich trotz des Rückstandes nicht auf und starteten im zweiten Abschnitt eine Aufholjagd. Kurz nach der Halbzeit gelang Iñaki Urkiaga sogar der 10:10 Ausgleich. „Die Phase nach dem Ausgleich war dann eine spielentscheidend. Wir haben zwei super Torchancen um in Führung zu gehen, sind aber im Abschluss nicht konsequent genug und eine Mannschaft wie Bayer bestraft das umgehend“, analysiert Matthias Försch. Uerdingen ging wieder in Führung und die Mainfranken konnten den anschließenden 10:14 Rückstand nicht noch einmal aufholen.

„Köln war absolut schlagbar für uns,“ befand Iñaki Urkiaga über das abschließende dritte Spiel innerhalb von 24 Stunden. Die Mannschaft konnte jedoch nicht mehr an die zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen, wirkte ausgelaugt und müde nach zwei intensiven Duellen zuvor. Urkiaga resümiert: „Uns hat die Anspannung gefehlt, wir sind zu keinem Zeitpunkt so wirklich ins Spiel gekommen. Positiv ist, dass wir trotz der bescheidenen Leistung die Möglichkeit hatten, das Spiel zu gewinnen.“ Einen weiteren positiven Aspekt des Wochenendes sieht Urkiaga darin, dass die beiden Nachwuchsspieler Elias Khater und Leander Radecker beide ihr Bundesliga-Debüt gaben und in allen drei Spielen zum Einsatz kamen. Trotz der beiden Niederlagen ist das Würzburger Trainerduo insgesamt zufrieden: „Das war ein absolut gelungenes Wochenende. Es war toll, dass wir nach über einem Jahr Pause wieder unseren Sport ausüben konnten. Sportlich sind wir mit den zwei Punkten zufrieden, wenngleich mehr möglich gewesen wäre. Wir freuen uns auf das Rückrunden-Turnier!“

Am 24. und 25. April, so der Plan, treffen sich die vier Mannschaften zum nächsten Turnierwochenende. Der Austragungsort steht noch nicht fest.

 

Düsseldorfer SC – SV Würzburg 05 4:7 (2:1, 0:2, 1:2, 1:2). Tore: Alexander Försch 2, Robert Seifert 2, Iñaki Urkiaga 1, Timotej Filo 1, Luka Vuckovic 1.
Bayer Uerdingen – SV Würzburg 05 17:13 (6:2, 4:6, 3:2, 4:3). Tore:
Timotej Filo 5, Iñaki Urkiaga 2, Alexander Försch 2, Lennart Böhme 1, Christian Saggau 1, Daniel Ivlev 1, Luka Vuckovic 1.
SV Würzburg 05 – SGW Köln 8:12 (2:3, 2:3, 3:2, 1:4). Tore:
Timotej Filo 3, Christian Saggau 1, Iñaki Urkiaga 1, Robert Seifert 1, Daniel Ivlev 1, Luka Vuckovic 1.

Die weiteren Ergebnisse: Bayer Uerdingen – SGW Köln 17:10, Düsseldorfer SC – SGW Köln 12:5, Bayer Uerdingen – Düsseldorfer SC 13:10.

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