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Statement zum Spiel SVV Plauen – SV Würzburg 05 Protest gegen die Wertung des Spiels:

Am Samstag brach unser Team fünf Stunden vor Anpfiff auf die ca. zweistündige Anreise nach Plauen auf. Kurz vor Bayreuth kam es auf der A70 kurz vor den beiden Mannschaftsbussen zu einem schweren Verkehrsunfall – eine Person schwebt noch immer in Lebensgefahr. Infolgedessen standen wir drei Stunden in einer Vollsperrung.

Unsere Mannschaftsführung hat die Verantwortlichen des SVV Plauen sowie die eingeteilten Unparteiischen unmittelbar proaktiv und transparent über die Situation informiert und eine mögliche Verspätung kommuniziert. Dabei wurde allen Verantwortlichen im Laufe der Standzeit deutlich kommuniziert, dass es zu einer verspäteten Ankunft kommen wird, die ursprünglich angesetzte Spielzeit um 19 Uhr nicht erreichbar ist. Allen Verantwortlichen gegenüber wurde verdeutlicht, dass wir eine Verschiebung auf 19.45 Uhr oder 20.00 Uhr vorschlagen, um unserer Mannschaft zumindest eine minimale Erwärmung zu ermöglichen.

Um 18.10 Uhr – nach drei Stunden Standzeit – löste sich die Sperre auf und die Mannschaft fuhr die restlichen 60 Minuten nach Plauen. Die erwartete und dann auch erreichte Ankunftszeit 19.10 Uhr wurde allen Verantwortlichen der Gastgeber und des DSV gegenüber zu diesem frühestmöglichen Zeitpunkt mitgeteilt.

Um 19.10 Uhr eilten unsere Spieler noch in Klamotten in die Halle und wurden von den Unparteiischen darauf aufmerksam gemacht, dass das Spiel bereits angepfiffen wurde und wir 10:0 verlieren würden, wenn in sieben Minuten nicht sieben Spieler mit Kappe im Wasser spielbereit wären. Die Plauener Mannschaft stand zu diesem Zeitpunkt bereits in Startaufstellung im Feld. Unsere Spieler zogen sich um, setzten Kappen auf, sprangen ins Wasser, das Spiel wurde um 19.17 Uhr begonnen.

Das Vorgehen stellt unserer Ansicht nach einen Verstoß gegen die Regeln dar, weshalb wir unmittelbar nach dem Spiel Protest gegen die Wertung des Spiels eingelegt haben. Den Verantwortlichen von Liga und DSV liegt dazu eine ausführliche Stellungnahme vor. Diesen obliegt nun über den Protest zu entscheiden.

Neben den „rechtlichen“ Aspekten, die unserer Überzeugung nach eine Neuansetzung bedingen, stellt der Vorgang eine grobe Unsportlichkeit dar. Einer Mannschaft wurde ohne eigenes Verschulden jede realistische Gelegenheit genommen, ein Wasserballspiel erfolgreich zu gestalten. Es wurde billigend in Kauf genommen, dass sich Sportler völlig unaufgewärmt verletzen können. Die Außenwirkung unseres Sports wurde massiv geschädigt – man stelle sich diesen Vorgang in Bundesligen anderer Ballsportarten vor.

Wir möchten positiv herausheben, dass die Plauener Mannschaft nach eigener Aussage geschlossen für eine Verschiebung des Spiels plädiert hat, um unseren Spielern ein kurzes Erwärmen zu ermöglichen. Dabei wurde die Mannschaft offenkundig von ihrer Vereinsführung überstimmt, die gegenüber den Schiedsrichtern auf das aus unserer Sicht regelwidrige Anpfeifen des Spiels beharrt hat. Hierbei wurde neben der Regelwidrigkeit jeglicher FairPlay-Gedanke mit den Füßen getreten. Zahlreiche Plauener Fans haben nach dem Spiel gegenüber unseren Spielern ihr Unverständnis geäußert und sich sehr sportlich gezeigt. Das Wasserballfest zum Saisonauftakt, auf das beide Mannschaften lange hingearbeitet haben und sich hunderte Plauener Wasserballfans gefreut haben, wurde durch einen tragischen Unfall und nicht nachvollziehbare Entscheidungen der Verantwortlichen konterkariert.

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Das Sportliche geriet angesichts der Ereignisse bedauerlicherweise völlig in den Hintergrund. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Plauen überrollte erwartungsgemäß die Würzburger Spieler. Nach fünf Spielminuten stand es 5:1. Trainer George Mihalache sah sich zur ersten Auszeit gezwungen und versuchte den Lauf zu brechen. Das gelang kurzfristig, ein Doppelschlag von Neuzugang Zsombor Lendvai brachte das 5:3. Die Nullfünfer verloren jedoch weiter leichtfertig Bälle, agierten unkonzentriert, konnten ihre Chancen nicht nutzen. In einer solchen Verfassung lässt sich kein Bundesliga-Spiel gewinnen. Das Comeback blieb aus. Nach dem dritten Viertel stand es 11:5, das Spiel war vorentschieden. Es blieb in der Folge bei Ergebniskosmetik, am Ende stand ein 13:8 auf der Anzeigetafel.

Trainer George Mihalache zeigte sich enttäuscht über die Ereignisse des Tages und ordnete das Resultat ein: „Ich muss berücksichtigen, dass die Jungs keinerlei Warm-Up hatten. Nach dem schnellen 5:1 haben wir ein ausgeglichenes Spiel gesehen. Wir hatten eigentlich mehr Torchancen als Plauen, haben aber aus offensichtlichen Gründen viel zu viele leichte Fehler gemacht. Wir müssen das Spiel abhaken – das waren keine fairen Bedingungen! Ich habe den Jungs sofort gesagt, dass wir die Köpfe hochnehmen müssen und sie nicht allzu enttäuscht sein sollen. Wir werden unter der Woche weiter arbeiten und nächste Woche gegen München wollen wir die ersten Punkte zu holen.“

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