Die Wasserballer des SV Würzburg 05 bekommen zur neuen Saison einen neuen Trainer: Raúl de la Peña kehrt zurück ins Wolfgang-Adami-Bad. Der 55-Jährige trainiert die Bundesliga-Mannschaft ab dem 1. September, wenn die Vorbereitung auf die kommende Saison startet. Das erste Pflichtspiel soll am 18. September im DSV-Pokal stattfinden.

 

Das bisherige Trainerduo Matthias Försch und Iñaki Urkiaga gibt damit die sportliche Verantwortung nach über fünfeinhalb Jahren ab. Die einst als Übergangslösung gedachte Konstellation feierte mit den Nullfünfern zahlreiche Erfolge, unter anderem zwei Bundesliga-Aufstiege, Süddeutsche Meisterschaften und zuletzt zweimal den souveränen Klassenerhalt in der Bundesliga. Nun folgt der teilweise Rückzug aus familiären und beruflichen Gründen, wobei beide Verein und Abteilung an entscheidender Stelle erhalten bleiben.

 

Matthias Försch bestätigt das: „Wir haben jetzt beide Familien und zusammen inzwischen fünf Kinder, ich zwei, Iñaki drei. Dazu sind wir beide berufstätig. Es war uns klar, dass diese Zeit irgendwann zu Ende geht, auch wenn es schwer fällt. Wichtig war uns, wenn wir diese Aufgabe mal abgeben, dass wir sie sauber übergeben können. Wir bleiben beide sehr nah an der Mannschaft, bleiben engagiert in der Abteilung und werden ganz eng mit Raúl zusammen arbeiten. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit ihm eine Top-Lösung gefunden haben.“

 

Urkiaga spielte beim SV 05 noch selbst mit de la Peña zusammen. Eine Verbindung habe daher über die Jahre immer bestanden, sagt Urkiaga. Der gebürtige Mexikaner und ehemalige Weltklasse-Linkshänder kam 1986 nach Berlin und feierte mit Spandau zahlreiche Erfolge, unter anderem den Gewinn des Europokals. 1995 wechselte de la Peña dann zum SV Würzburg 05. Nachdem er die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hat, nahm er mit der DSV-Auswahl 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta an den Olympischen Spielen teil. Einige Jahre danach ging er für fast 20 Jahre zurück nach Mexiko. Dort war er lange Zeit als Nationaltrainer tätig. Vor zwei Jahren kehrte er zurück nach Deutschland und übernahm den Zweitligisten aus Fulda. Nun die Rückkehr ins Adami-Bad.

 

„Raúl hat eine große Wasserball-Vita und eine enorme Erfahrung,“ so Iñaki Urkiaga: „Wir hatten schon vor über einem Jahr mal mit ihm darüber gesprochen und sind froh, dass es jetzt geklappt hat. Raúl hat durch seine Vergangenheit als Spieler bei uns noch viele Verbindungen nach Würzburg, kennt nicht zuletzt auch Präsident Thomas Lurz gut. Er wird neben den Bundesliga-Herren auch im Junioren-Bereich einsteigen und die dortigen Trainer mit seiner Erfahrung unterstützen. Wir gewinnen mit ihm einen absoluten Fachmann und hoffen auf einen neuen Impuls für den Wasserball in Würzburg.“

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