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Nullfünfer gewinnen in München und sichern Klassenerhalt

SG Stadtwerke München – SV Würzburg 05        17:16 n.5m         (0:4, 5:4, 4:5, 5:1)

SG Stadtwerke München – SV Würzburg 05        12:15     (5:6, 1:1, 1:4, 5:4)

Endstand Playoff-Serie: 1:2

Dramatik pur in München. Die Bundesliga-Wasserballer des SV Würzburg 05 sichern sich eine spannende und in Teilen dramatischen Play-Off-Serie gegen München mit 2:1. Die Nullfünfer reisten mit einer 1:0 Führung aus dem Heimspiel nach München. Am Samstag unterlagen sie nach 5-Meter-Werfen mit 17:16, am Sonntag folgte der umjubelte 12:15 Erfolg. Damit sichert sich der Altmeister den Klassenerhalt und tritt auch in der kommenden Spielzeit in der Wasserball-Bundesliga an.

„Ich bin unfassbar stolz auf die Jungs! Das Wochenende hat die Saison gut widergespiegelt, ein Auf und Ab, aber eine Mannschaft die zusammen geblieben ist. Am Sonntag haben sich die Jungs belohnt für die harte Arbeit,“ freute sich Trainer Matthias Försch. Sein Trainerkollege und Centerspieler Inaki Urkiaga ergänzte: „Das Spiel am Samstag war unglaublich, ich habe einen solchen Spielverlauf selten erlebt. Eine ganz schwer zu verdauende Niederlage. Am Sonntag haben wir eine bemerkenswerte Moral gezeigt, trotz eines schnellen Rückstands!“

Die Nullfünfer reisten hoffnungsvoll und hochmotiviert in die Landeshauptstadt, gewannen sie doch deutlich und verdient mit 15:10 Spiel 1 der Serie. Die Gäste legten fulminant los. Nach nur sechs Minuten führten sie 0:4. München gelang offensiv gegen die Defensive der Würzburger nichts. Die taktischen Maßnahmen des Würzburger Trainerduos griffen und sorgten für einen dominanten Auftritt der Gäste. Erst nach zehn Spielminuten erzielten die Hausherren ihren ersten Treffer zum 1:4. Die druckvolle Raumverteidigung ermöglichte dem SVW05 viele Konterangriffe, die sie konsequent nutzten. Zwischenzeitlich führten sie 2:8 und waren klar auf Kurs Klassenerhalt. Doch München gab zu keinem Zeitpunkt auf und verkürzte vor der Halbzeit auf 5:8.

Im dritten Abschnitt behielten die Gäste die Kontrolle über das Spiel. Mit ihrem druckvollen, temporeichen Spiel zogen sie auf 8:13 davon. Zehn Spielminuten vor Schluss sollte die komfortable Führung ausreichen dachten viele Zuschauer – doch sie sollten sich täuschen. Viertelübergreifend gelang München ein 6:0-Lauf. Plötzlich führten sie zwei Minuten vor Spielende mit 14:13. William Thompson gelang noch der Ausgleich zum 14:14 – das 5-Meter-Werfen musste die Entscheidung bringen. Die Nullfünfer wirkten völlig von der Rolle, gezeichnet vom Spielverlauf und trafen nur zwei aus fünf Strafwürfen. München gelang die Sensation und das unmöglich geglaubte Comeback.

„Wir haben eine junge Mannschaft, wenig Erfahrung, wenig Routiniers – womöglich war das ein Grund für diesen Einbruch. Wir wurden mit der hohen Führung im Rücken passiv, plötzlich gelang nichts mehr. Am Samstagabend waren wir extrem enttäuscht über die verpasste Chance, wussten aber auch, dass wir noch eine Chance bekommen“ so Matthias Försch. Die Mannschaft habe noch am Abend das Spiel analysiert, viel gesprochen und versucht die Köpfe frei zu bekommen.

Am Sonntag kam es zum echten Finale in der Olympiahalle – Alles oder Nichts. München gelang der perfekte Start und eine schnelle 2:0 Führung. Es war zu befürchten, dass die Nullfünfer den Nackenschlag vom Vorabend nicht verdaut haben. Der stark aufspielende Cayden Down erlöste die Gäste mit einem Fernschuss zum 2:1 Anschluss und Daniel Vasilev erzielte nach einem Konterangriff direkt den Ausgleich. Würzburg war angekommen in der Partie. Ein Doppelschlag der beiden Routiniers Inaki Urkiaga und Michael Hanft sorgte für die erste Gästeführung und das 3:5. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Mit einem 6:7 ging es in die Halbzeitpause.

„Wir wollten natürlich früh in Führung gehen, wussten, dass die Jungs schnell Selbstvertrauen brauchen. Am Ende waren wir aber zu jeder Zeit von der Qualität der Mannschaft überzeugt. Heute haben viele der Jungs ihre beste Leistung im wichtigsten Spiel ins Wasser gebracht,“ freute sich Inaki Urkiaga.

Im dritten Viertel konnten die Nullfünfer sich erstmals absetzen. Ein Dreierpack durch Vasilev, Ivlev und Tapaszto sorgte für eine 7:11 Führung. Die Gäste konnten ihr Tempospiel weiter aufziehen, München bekam mit fortlaufender Spielzeit mehr und mehr Probleme das Tempo mitzugehen. Will Thompson erhöhte zu Beginn des letzten Viertels auf 7:12. Die Nullfünfer behielten – gewarnt vom Vorabend – jedoch den Fokus. München kam nicht mehr heran, zu stark und souverän der Auftritt des SVW05 in dieser Phase. Am Ende stand ein sicherer 12:15 Auswärtserfolg.

„Wir haben unser Ziel erreicht, der Klassenerhalt ist sicher. Die gesamte Mannschaft hat in den letzten Wochen super zusammengehalten und trotz einiger Niederschläge immer an den Erfolg geglaubt. Alle sind super glücklich, heute wird kräftig gefeiert,“ freuten sich Matthias Försch und Inaki Urkiaga.

Die Nullfünfer treffen zum Abschluss der Saison in der Serie um Platz 5 der Gruppe B auf den Düsseldorfer SC. Die Rheinländer haben ihrerseits gegen Bochum gewonnen. Die Best-Of-Three Serie startet am 8. Juni in Würzburg und entscheidet sich am 15./16. Juni in Düsseldorf.

 

 

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