Die Wasserballer des SV Würzburg 05 haben die Bundesliga-Saison 2021 auf Platz 11 beendet. Nach einer Niederlage im Platzierungshalbfinale gegen Bayer Uerdingen (8:18) setzten sie sich im Spiel der beiden Verlierer gegen den Duisburger SV (9:6), der zuvor der SV Krefeld unterlegen war, durch.

 

„Das war ein super Saisonabschluss. Wir können stolz darauf sein, was die Jungs zum Ende einer pandemiebedingt komplizierten Saison nocheinmal abgerufen haben,“ berichtet Trainer Matthias Försch und meint damit vor allem das Spiel um Platz 11. Zuvor setzte es bei bestem Freibadwetter nämlich eine 8:18-Niederlage gegen Uerdingen, gegen die die Würzburger somit viermal in dieser Saison spielten und ebenso oft verloren. „Wir haben die Niederlage ein Stück weit erwartet. Wir mussten auf drei Stammspieler verzichten und waren dadurch geschwächt. Der Glaube an einen möglichen Sieg hat gefehlt, trotzdem haben wir dieses Jahr auch schon bessere Spiele gegen Bayer absolviert“, bewertet Försch und ergänzt: „Uerdingen hat verdient gewonnen und am Ende souverän Platz 9 geholt.“

 

Die Mannschaft des SV Würzburg 05 sollte unterdessen am Nachmittag gegen die Gastgeber vom Duisburger SV um Platz 11 kämpfen. Erstmals in dieser Saison waren Zuschauer zugelassen und so entwickelte sich ein stimmungsvolles Duell. „Wir haben den Fokus ganz klar auf dieses Spiel gelegt und wollten im allerletzten Saisonspiel noch einmal über unsere Grenzen hinaus gehen und die Runde mit Willen und Einsatz zu Ende bringen“, erklärt Matthias Försch die Marschroute für das Spiel.

 

Dementsprechend legten die Würzburger topmotiviert los und gewannen das erste Spielviertel mit 1:4. Alle vier Tore erzielten die beiden Centerspieler Luka Vuckovic und Iñaki Urkiaga, die von ihren Mitspielern stark in Szene gesetzt wurden. Die Würzburger agierten mit viel Tempo und Entschlossenheit und setzten das im zweiten Viertel fort. Zur Halbzeit führten sie zur Überraschung der Zuschauer mit 2:7. „Man hat gemerkt, dass wir den Sieg mehr wollten. Wir hatten viel Energie im Spiel und haben uns als echtes Team präsentiert“, so Iñaki Urkiaga. Duisburg kam jedoch etwas stärker aus der Halbzeitpause und kam im dritten Abschnitt bis auf 6:8 heran. Das vierte Viertel war dann von Kampf geprägt, es fiel nur noch ein Tor, das 6:9 zum späteren Endstand.

 

„Wir haben eine überragende Abwehr gespielt, ohne unseren etatmäßigen Centerverteidiger Robert Seifert, mussten verschiedene Spieler einspringen, die einen tollen Job gemacht haben. Dazu kam im Tor Benjamin Flammersberger, der über sich hinaus gewachsen ist“, freut sich Urkiaga. Sein Trainerkollege Matthias Försch betont die Entschlossenheit seiner Mannschaft: „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Wir haben uns durch nichts aus der Ruhe bringen lassen, haben trotz tiefer Zonenverteidigung 12:5 Hinausstellungen kassiert, in der zweiten Halbzeit nur eine Überzahlsituation bekommen und mussten im Gegenzug sechs verteidigen. Und trotzdem konnten wir die Aufholjagd der Duisburger erfolgreich abwehren. Eine starke Leistung!“

 

Das Würzburger Trainerduo zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf der Saison: „Wir sind in einer schwierigen Saison Elfter geworden und somit um zwei Plätze besser als im Vorjahr. Damit liegen wir absolut im Soll und können die Saison als erfolgreich verbuchen. Jetzt werden wir in der Sommerpause Kraft tanken, damit wir dann zum Start der Vorbereitung wieder voll angreifen können.“ Die neue Bundesliga-Saison soll, so der Plan der Wasserball-Bundesliga, am 6. November starten.

 

Bayer Uerdingen – SV Würzburg 05 18:8 (4:2, 5:1, 6:2, 3:3). Tore: Iñaki Urkiaga 3, Timotej Filo 3, Luka Vuckovic 2.

SV Würzburg 05 – Duisburger SV 9:6 (4:1, 3:1, 1:4, 1:0). Tore: Iñaki Urkiaga 2, Luka Vuckovic 2, Timotej Filo 2, Christian Saggau 1, Alexander Försch 1, Paul Volkwein 1.

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